Page 8 - Sagen aus dem Achenseegebiet
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zur Kotalm. An  diesem Weg sieht man  in finsterer

                  Nacht nicht selten ein flammendes, feuriges Schwein.
                  Es rennt hin und her, mit großem Ungestüm, aber nie-

                  mand weiß zu sagen, welche Bewandtnis es mit dem-
                  selben hat. Es ist unerklärlich, wie die meisten Tier-

                  spuksagen.






                                   Vom Viehschelm im Achental


                  Es war im Jahre 1796, als die Hirten auf der Alm Fal-

                  kenmosen über dem Achental die heulende Stimme
                  des Viehschelms vernahmen, und aus diesem mörde-

                  rischen Geschrei des Dämons alles Unheil für das
                  ihnen anvertraute Vieh befürchteten. Das erstere ließ

                  auch nicht lange auf sich warten: der Lungenbrand,
                  Milzbrand oder fliegende Brand brach mit Heftigkeit

                  unter dem Vieh aus. Da war nun im Dorfe Weerberg

                  der Metzger Anderl, der glaubte weder an den Vieh-
                  schelm noch an seine Macht, den Tieren eine Krank-

                  heit anzutun,  hielt auch die  Aussagen alter Leute,
                  dass der fliegende Brand ein wirkliches, inneres Feuer

                  sei, für eine abergläubische Märe und Fabel, und er-

                  bot sich spöttisch, diesen Brand als einen Unsinn zu
                  beweisen und den Glauben an den Viehschelm als ei-

                  nen blinden Aberglauben darzutun. Sobald daher wie-
                  der eine Kuh an der verheerenden Seuche gefallen

                  war, öffnete der Metzger ihr die Brusthöhle, fuhr mit

                  der Hand hinein und fühlte innen bis zur Lunge. Kaum
                  aber hatte Anderl diese berührt, so empfand er alsbald

                  an seiner Hand ein Brennen und Beißen, als habe er
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